RITTEC Umwelttechnik nominiert für den Next Economy Award

6. Next Economy Award für „grüne Gründer*innen“, Kategorie Ressourcen

Lüneburg 08.10.2020

Das Lüneburger Startup-Unternehmen RITTEC Umwelttechnik gehört zu den neun Finalisten des Next Economy Award 2021 (NEA). Der NEA wird im Rahmen des Deutschen Nachhaltigkeitspreises verliehen und ist für „grüne Gründer“ eine Auszeichnung von hohem Rang – bereits die Nominierung aus 140 Bewerbungen ist für das Lüneburger Startup ein großer Erfolg. RITTEC hat mit seiner Technologieentwicklung revolPET für die Lösung der globalen Probleme rund um PET-Verpackungen besonders überzeugen können und freut sich über die Teilnahme am Finale. Das Unternehmen tritt Anfang November im virtuell ausgetragenen Pitch für den Next Economy Award an.

Plastikmüll als Herausforderung

Die Beseitigung von Plastikmüll ist eine weltweite Herausforderung – in mehrfacher Hinsicht: Zum einen haben sich die Mengen an Kunststoffverpackungen in zwei Jahrzehnten verdoppelt1. Zum anderen geht es darum, die Qualität des Kunststoffs beim Recycling zu erhalten.

Besonders wichtig ist dies für die Nahrungsmittelbranche, um Abfälle zukünftig zu vermeiden. Denn momentan sind bunte und undurchsichtige Flaschen und Verpackungen sowie Mehrschicht-Folien, wie sie millionenfach für Käse, Wurst oder Tiernahrung zum Einsatz kommen, eine bislang ungelöste Recycling-Aufgabe. Das ist der Antrieb für das engagierte RITTEC-Team, das in Lüneburg und Braunschweig arbeitet: In Kooperation mit dem Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik der TU Braunschweig entwickelt das Team mit der patentierten Technologie revolPET Verfahren, Plastikverpackungen vollständig zu recyceln und die Einzelstoffe wiederverwendbar zu machen. Ein echtes Kreislaufverfahren also.

„Wir freuen uns riesig über die Nominierung. Unser Ziel ist, dass unsere Technologie dazu beiträgt, die globale Herausforderung rund um Kunststoff-Verpackungen zu lösen.“, sagt RITTEC-Gründer und Recycling-Experte Carsten Eichert. Allein in Deutschland im dualen System können jährlich rund 200.000 Tonnen PET-Verpackungen2 nicht werkstofflich verwertet werden, sie landen in der Verbrennung – für Europa liegen die Schätzungen bei mindestens 1,4 Mio. Tonnen.

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Quellenangaben: 1 Institut für ökologische Wirtschaftsforschung „Verpackungsaufkommen und regulative Rahmenbedingungen“, www.ioew.de, 2 Institut cyclos-http, Abfallmonitor 2017 & Gutachten Ökoinstitut e. V

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Hintergrund Next Economy Award

2020 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag zum sechsten Mal den Next Economy Award.

https://www.nachhaltigkeitspreis.de/nea/

Über RITTEC Umwelttechnik GmbH

RITTEC Umwelttechnik entwickelt technologische Lösungen für die Erhöhung der Wertschöpfung in der Ressourcensicherung. Die Motivation für RITTEC Umwelttechnik ist die Erkenntnis, dass für den Erfolg der Kreislaufwirtschaft nicht ausschließlich die Quantität ausschlaggebend ist, sondern in besonderem Maße die qualitative Leistung der Aufbereitungs- und Verwertungsprozesse. Das Ziel von RITTEC ist es, Technologien für eine Kreislaufwirtschaft zu entwickeln, die ein Downcycling von Sekundärrohstoffen vermeiden und Produkte mit Neuwarenqualität erzeugen. RITTEC Umwelttechnik liefert mit ihrer patentierten Technologie revolPET einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des PET-Recyclings.

https://www.rittec.eu

Über revolPET®

revolPET ist die Recyclingtechnologie, die eine Verwertung von PET-Abfällen zu hochwertigen Produkten auf Originalniveau schafft, unabhängig vom Inputmaterial. revolPET stellt sich der Herausforderung, die Depolymerisation in einem kontinuierlichen Verfahren ohne Wert- und Leistungsverluste zu realisieren. Die Vision ist, dass die revolPET-Technologie dazu beiträgt, die globalen Herausforderungen mit PET-Verpackungen zu lösen. Die Entwicklung der revolPET-Technologie wurde im Rahmen der BMBF-Forschungsmaßnahme „Plastik in der Umwelt“ gefördert. Partner des Vorhabens sind neben der RITTEC Umwelttechnik GmbH das Institut für Chemische und Thermische Verfahrenstechnik (ICTV) und das Institut für Werkzeugmaschinen (IWF) der TU Braunschweig, das Fraunhofer ICT, die Reclay Systems GmbH, die SCHILLER Apparatebau GmbH und die VTU Engineering Deutschland GmbH.

Pressekontakt:

Barbara Vieths

+49 (0)4131 408 55 44
presse@rittec.eu

RITTEC Umwelttechik
Feldstraße 29
21335 Lüneburg

Germany

Pressefotos

Bildnachweis: RITTEC Umwelttechnik/borowiakziehe

Pressefoto von Carsten Eichert, Geschäftsführer RITTEC Umwelttechnik und Prof. Dr.-Ing. Stephan Scholl, TU Braunschweig, ICTV

Unsortierte Plastik-Flakes: Der Ausgangsstoff der mittels revolPET-Technologie verwertet wird. Carsten Eichert, Geschäftsführer RITTEC Umwelttechnik und Prof. Dr.-Ing. Stephan Scholl vom Vorhabenpartner ICTV, TU Braunschweig.

Große Freude beim engagierten RITTEC-Team, das in Lüneburg und Braunschweig für die Kreislaufwirtschaft arbeitet.

Carsten Eichert, Geschäftsführer RITTEC Umwelttechnik GmbH